Daß eine bestimmte Dame rechtswidrig die Grenzen öffnete und nun rund zwei Million Zuwanderer in die Sozialnetze strömen, hat der politisch-mediale Komplex bereits abgehakt, mit den Folgen müssen vor allem die Kommunen klarkommen, das ist in Gelsenkirchen nicht anders. Daß nun in Folge der Armut vieler Rentner durch ständige Rentenkürzungen in andere Länder ziehen (müssen) ist besonders bitter. Zuletzt berichteten sogar – hört, hört – verschiedene Medien darüber, darunter SternTV und das ZDF, allerdings ohne die Gretchenfrage zu stellen: Warum bekommen Rentner, die Zeit ihres Lebens in die Sozialversicherungssysteme gezahlt haben, oftmals weniger raus, als Personenkreise, die „noch nicht so lange hier sind“, um in der Diktion der Gutmenschen-Politiker zu bleiben?

Bis zum Jahr 2030 wird das Rentenniveau auf 43 Prozent fallen, so unabhängige Untersuchungen. Während ein Herr Schäuble als Finanzminister bei Haushaltsausgaben unbedingt eine schwarze Null schreiben wollte, wurden in der Vergangenheit regelmäßig für rentenfremde Zwecke Entnahmen aus dem Rententopf getätigt. Kein Wunder also, wenn beispielsweise das Durchschnittsrentenniveau in Österreich rund 800 Euro höher ist als in der Bundesrepublik. Viele Rentner überlegen sich, wie sie mit einer kleinen Rente hier in der Heimat zurechtkommen und ziehen es vor, bevor sie in Armut leben werden, in andere Länder zu ziehen. Momentan scheint Bulgarien ein bevorzugtes Land zu sein.

„Das ist ja pervers“, kritisiert Kevin Hauer diesen Bevölkerungsaustausch Richtung Bulgarien und ergänzt: „Verrückt, wer aus Bulgarien stammt, hier ein paar Monate gearbeitet hat, kann bei anschließender Arbeitslosigkeit dem deutschen Staat auf der Tasche liegen, obwohl er noch nie in die deutschen Sozialsysteme eingezahlt hat. Und im Gegenzug ziehen deutsche Rentner wegen ihrer geringen Rente nach Bulgarien, um zumindest nicht in Armut zu leben, das ist schlichtweg ungerecht“. Das Mitglied im Rat der Stadt Gelsenkirchen erinnert gerade an die vielen Sinti und Roma und echte Bulgaren, die im Ruhrgebiet und natürlich in Gelsenkirchen seßhaft geworden sind und in großer Zahl in der einen oder anderen Art Empfänger von Transferleistungen geworden sind.

„Das kann nicht sein, da muß etwas getan werden, die Kommunen müssen Druck auf die Landes- und Bundesregierung aufbauen und diese müssen dafür sorgen, daß dieser neuen Form von Bevölkerungsaustausch ein Riegel vorgeschoben wird. Denn deutsche Rentner verfügen auch über Kaufkraft, die für den deutschen Handel vor Ort wichtig ist. Dagegen überweisen viele Ausländer Geld in ihre Heimat, das dann hier fehlt“, fordert das Ratsmitglied abschließend sehr energisch.