Die Fraktion pro Deutschland beantragt zum nächsten Haupt-, Finanz-, Beteiligungs-und Personalausschuss einen Sachstandsbericht der Verwaltung über eine kuriose eMail-Einladung zu einer „Ratssitzung am 19.10.2017“.

Hans-Sachs-Haus Gelsenkirchen

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„Anders als die Verwaltung sehen wir diese dubiose eMail mit Anhang nicht als „Spam“ an, sondern einen „Cyberangriff“ auf die Stadtverordneten. Seit Jahren warnen die Banken vor solchen „Phishing-eMail“. Solche eMails dienen lediglich dem Zweck, von bestimmten Personenkreisen persönliche und/oder geschäftspolitische Informationen zu erhalten. Auch auf kommunaler Ebene gibt es viele Informationen, mit denen bestimmte Personen viel Geld verdienen könnten.“, so der pro Deutschland Fraktionsvorsitzende Hauer.

Immer wieder fallen Menschen auf solche „Phishing-eMails“ herein. Sie tarnen sich als Informationen der Hausbank oder bekannten Onlinehändlern. Beim „Privatkunden“ wollen somit die Internetkriminellen in der Regel die Bank- und Kreditkarteninformationen erlangen, um somit die entsprechenden Konten finanziell zu belasten.

Die Kriminellen bedienen sich dazu immer mehr dem sozialen Bereich der Opfer. So warnen gerade Unternehmen wie die Telekom, Amazon und Paypal vor dubiösen eMails, mittlerweile auch Stadtwerke, wie aktuell die Stadtwerke Duisburg und Werl.

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Sobald man einen Link oder einen Anhang dieser eMails öffnet ist man für die Kriminellen quasi „gläsern“.

„Ich sehe eine große Gefahr auch im kommunalen Bereich. Es gibt viele Informationen, die für bestimmte Personen bzw. Unternehmerkreise von Bedeutung wären. Ich denk da einfach mal an Grundstücke die zum Verkauf stehen könnten, Informationen zur Ausschreibung von Projekten und anderen Dingen. Gerade die sogenannte „Asyllobby“ könnte noch mehr von bestimmten Informationen profitieren.

Fakt ist aber, dass der Angriff gerade auch auf persönliche Daten verhindert werden muss. Viele Unternehmen kämpfen schon täglich gegen Cyberangriffe und daher müssen auch wir als Kommunalpolitiker dazu den aktuellen Sachstand kennen.“, so Hauer weiter.

Wenn die Verwaltung schon einen „Geheimnisverrat“ darin sieht, wenn man die „politische Unfähigkeit“ der Bürgermeisterin anprangert, dann sind wir gespannt, wie man solch einen „Cyberangriff“ kategorisiert.